Ganz die Mutter


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Aus dem Focus 20/08 ist heute die Focus-Frage zu Gast.

Das Problem hierbei ist die Interpretation am unteren Teil der Statistik, nämlich "Vaters Einfluss wächst". Verglichen wurden dazu die Antworten der 14-34jährigen und der über 54jährigen zur Teilfrage, ob der Vater besonderen Einfluss auf die Entwicklung hatte. Die Antworten wären nur - zumindest einigermaßen - vergleichbar, wenn man die Umfrage z.B. vor dreißig Jahren in einer bestimmten Altersgruppe durchgeführt hätte und auch heute nochmal in der selben Altersgruppe diese Frage stellt - die Gruppen sich also in vergleichbaren Lebenslagen und -phasen befänden. Man macht es sich zu leicht, wenn man denkt, man könnte heute einfach zwei Gruppen bilden, bei der einen eine frische Erinnerung abfragen, bei der anderen aber eine länger zurückliegende Kindheit und diese Daten einfach so vergleichen.

Doch es geht ja nicht nur um die Kindheit und Jugendphase (auch wenn wahrscheinlich ist, dass die meisten Befragten diese Frage wohl so verstanden haben dürften), sondern um den Einfluss insgesamt. Da haben wir dann bei den über 54jährigen den Umstand, dass diese Menschen wirklich aus einem ganzen Leben heraus den Einfluss ihres Vaters (der in vielen Fällen schon verstorben sein dürfte) einschätzen können; und auch kompetenter beurteilen können, weil sie ja schon lange abgenabelt und selbständig gelebt haben.

Die andere Altersgruppe dagegen, und das ist wohl die grösste (Verzerrungen bildende) Schwäche der Gruppenbildung in diesem Beispiel, beinhaltet bereits die ab 14jährigen, eine Gruppe, die also zu einem großen Teil noch zuhause lebt und entsprechend schon allein deshalb den Einfluss beider Elternteile stärker spüren dürfte.

Die Aussage "Vaters Einfluss wächst" in einem Beitrag der "Ganz die Mutter" heißt, soll ja offenbar so verstanden werden, dass sich die Einflusszahlen des Vaters im Vergleich zu denen der Mutter positiv entwickelt haben, die Ergebnisse der Mutter in den beiden Altersgruppen sind aber nicht angegeben.

Punkt: 'niemand'

Hi, ich muss schon sagen, dieser Punkt ist mal echt lustig. Die armen (% der Befragten tun mir echt leid. Was müssen das für Menschen sein? oO

Nunja, bin hier per Wikipedia auf die Seite gestoßen und bin echt angetan von den Beiträgen!

Mfg kostja

kostjaXP
Kompetenter?

Ja, das glaub ich auch, dass man die Befragten im gleichen Alter befragen hätte müssen, mit einem Abstand mehrerer Jahre. Was ich aber nicht glaube, ist, dass die Älteren den Einfluss des Vaters kompetenter beurteilen könnten. Der lange Zeitabstand führt wohl eher dazu, dass der Einfluss des Vaters übermäßig vernachlässigt wird.

Helmut
Hallo, Ist schonmal jemandem

Hallo,
Ist schonmal jemandem von euch aufgefallen, dass viele Väter der über 54jährigen bereits zu Jugendzeiten tot gewesen sein dürften? Aus einem einfachen Grund: Das (lebende) Kernsegment der älteren Personengruppe ist nach oder im Krieg aufgewachsen!
Ich nehme an, dass man hier einfach ausprobiert hat, bei welcher Aufteilung in Altersklassen das deutlichste Ergebnis für einen Trend auftritt...

superjany

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