Diese Seite sammelt und kommentiert mangelhafte und manipulative Statistiken; Statistiken, Diagramme und Grafiken, die bewusst irreführend dargestellt, interpretiert oder in ungeeignetem Kontext verwendet werden, um Behauptungen zu "stützen"; statistische Erhebungen, die in Methodik bzw. Durchführung erkennbare Mängel aufweisen. Hat man vielleicht gar eine gefälschte Statistik vor sich? Außerdem wird methodische Hilfestellung angeboten.

Ein absoluter Klassiker der mißglückten Interpretation statistischer Daten soll heute Gegenstand der Betrachtung sein. Auch ohne dass mir im Moment ein aktuelles Beispiel dieser Fehlinterpretation vorliegt, plane ich doch schon länger einen Beitrag zu diesem Thema, das so anschaulich einen recht häufigen Denkfehler illustriert.

Hier also ein schon älterer Zeitungsausschnitt, der durch sehr kurzes googeln ausfindig gemacht werden konnte:

Eigentlich würde ich bei dieser Art von Umfrage, bei der die Teilnahme Geld kostet und die beim Teilnehmer Interesse und Energie erfordert, zur Stimmabgabe eigeninitiativ tätig zu werden, davon ausgehen, dass die Kategorie "weiß nicht" unnötig ist.

Ein interessanter Beitrag diese Woche in "Nano" auf 3sat über Lobbyarbeit an Schulen: Zum Thema auf 3sat online.

Unternehmen bieten Schulen, die dafür u.a. durch Geldmangel empfänglich geworden sind, Unterrichtsmaterialien an. Problematisch wäre dies auch schon, wenn es sich nur um Materialien handeln würde, die ohnehin von Schulen gekauft werden, sprich um normale Schulbücher, die einfach einen Werbeaufdruck einer Firma erhalten, damit die Firmen ihren Namen oder ihre Marken bei den Jungkonsumenten bekannt machen können.

Ein Fall von symbolischer Politik scheint heute über die Nachrichtenticker zu wehen: Arbeitsministerin von der Leyen will angeblich Hartz IV abschaffen. Es soll dabei aber nur um die Bezeichnung "Hartz IV" gehen, die ersetzt werden soll, weil sie zu negativ besetzt sei. Bearbeitet werden soll also vor allem der mit schlechtem Image behaftete Begriff, nicht die dahinterliegenden Probleme.

Auf den heutigen Beitrag wurde ich von einem axtimwal-Leser aufmerksam gemacht. Vielen Dank, unbekannter Spender. Es geht um den Relaunch des Internetauftritts der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (www.haz.de). Die Besucher sind aufgefordert, abzustimmen, wie sie die neue Seite finden. Dies sind die Möglichkeiten:
relaunch.png
(Screenshot von www.haz.de)

Ja, hier geht bald wieder was. Ich habe meine Magisterarbeit, die mir meine komplette Zeit besetzt hatte, so gut wie abgeschlossen und werde mich dementsprechend bald wieder mehr hier rumtreiben. Ein neues Design würde auch mal Not tun, geplant ist auch, dass sich der Wal thematisch weiterentwickelt und mehr in allgemeineren gesellschaftlichen und politischen Themen wildert.

Gleich mal hochaktuell das Wahlstudio abgemahnt, bevor ich's wieder vergesse. Ich weiß leider nicht mehr ob es die ARD oder das ZDF war, jedenfalls wurden zwei Umfrageergebnisse gegenübergestellt, die den Unterschied der Zustimmungsquoten der Befragten gegenüber Günther Beckstein und Erwin Huber veranschaulichen sollten.

Folgende Umfragen/Umfrageergebnisse waren im Schaubild zu sehen:

Die eine Umfrage war, ob Günther Beckstein auch im Falle der Nicht-Erringung der absoluten Mehrheit Ministerpräsident bleiben sollte. Die Antworten fielen eindeutig zugunsten Becksteins aus.

Am 19. Juni 2008 war in der Wochenzeitung „Die Zeit“ ein bemerkenswerter Artikel zu lesen, der auch online verfügbar ist (=> zum Artikel).

„Die Konjunktur der Ängste“ von Ulrich Schnabel stellt dar, wie die Risikowahrnehmung in der Öffentlichkeit, abgeleitet vom Berichtvolumen in den Medien, schwankt, wie Themen kurz enorme Aufmerksamkeit erlangen, um dann wieder aus den Zeitungen und Fernsehberichten zu verschwinden. Man denke nur zum Beispiel an SARS, Vogelgrippe, BSE und Ozonloch. Eine absolute Leseempfehlung.

Grausig, aus dem Focus 25/08 und noch dazu im Rahmen des Titelthemas dieser Ausgabe "ABI - und jetzt?".

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